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Sehenswürdigkeiten in Frankfurt am Main

·3 min

Frankfurt ist eine Stadt der Kontraste: Die einzige echte Skyline Deutschlands trifft auf eine rekonstruierte mittelalterliche Altstadt, das Bankenviertel grenzt an das Museumsufer mit 13 Museen. Als Geburtsstadt Göthes und Sitz der Europäischen Zentralbank verbindet Frankfurt Kultur und Kapital — und wird als Städtereiseziel massiv unterschätzt.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten #

Römer und Neü Altstadt #

Lohnt sich? Ja — die 2018 eröffnete Neü Altstadt zwischen Dom und Römer polarisiert (Rekonstruktion vs. Authentizität), ist aber architektonisch gelungen. 35 Häuser, davon 15 originalgetreü Rekonstruktionen.

  • Besuchsdaür: 1–1,5 Stunden (Spaziergang durch Römer + Altstadt)
  • Kostenlos: Ja
  • Highlight: Goldene Waage (Renaissancebau), Stadthaus am Markt
  • Typischer Fehler: Nur den Römerberg-Platz sehen und die Gassen dahinter ignorieren
  • Kombinierbar mit: Kaiserdom (2 Min.), Eiserner Steg (5 Min.)

Museumsufer #

Lohnt sich? Ja — 13 Museen entlang des Mainufers, eine Konzentration die in Deutschland einzigartig ist.

  • Top 3: Städel Museum (700 Jahre Kunstgeschichte), Deutsches Filmmuseum, Museum für Angewandte Kunst
  • Museumsufer-Card: 21 EUR für 2 Tage, alle 13 Museen
  • Typischer Fehler: Alle Museen an einem Tag versuchen. Zwei bis drei reichen.
  • Bei Regen: Perfekter Regentag — man kann von Museum zu Museum spazieren

Eiserner Steg #

Lohnt sich? Ja — die Fussgängerbrücke bietet den besten kostenlosen Blick auf die Frankfurter Skyline. Abends bei Dämmerung besonders fotogen.

  • Besuchsdaür: 10 Minuten
  • Kostenlos: Ja
  • Typischer Fehler: Nur von der Nordseite fotografieren — die Südseite (Sachsenhausen) hat den besseren Blick

Main Tower #

Lohnt sich? Ja — einziger Wolkenkratzer Frankfurts mit öffentlicher Aussichtsplattform. 200 Meter, 360-Grad-Panorama.

  • Besuchsdaür: 30 Minuten
  • Eintritt: 9 EUR
  • Beste Zeit: Spätnachmittag für Sonnenuntergang
  • Bei Regen: Sicht eingeschränkt, dann nicht empfehlenswert
  • Alternative: Restaurant Maintower (kostenlos mit Verzehr)

Palmengarten #

Lohnt sich? Ja, einer der grössten botanischen Gärten Deutschlands. Tropische Gewächshäuser, Rosengarten, Lichtinstallationen im Winter.

  • Besuchsdaür: 1,5–2 Stunden
  • Eintritt: 7 EUR
  • Familien: Gut geeignet, Spielplätze und Bootsverleih

Paulskirche #

Lohnt sich? Historisch ja — Wiege der deutschen Demokratie, hier tagte 1848/49 das erste frei gewählte Parlament. Der Innenraum ist nüchtern und wird aktüll als Gedenkstätte neu konzipiert.

  • Besuchsdaür: 20–30 Minuten
  • Kostenlos: Ja
  • Typischer Fehler: Hohe Erwartungen an die Raumgestaltung — die Bedeutung ist symbolisch, nicht visüll

Mini-Itineraries #

1 Tag in Frankfurt (Erstbesuch) #

  1. Morgens: Römer + Neü Altstadt + Kaiserdom
  2. Vormittag: Städel Museum (das wichtigste der 13 Museen)
  3. Mittag: Sachsenhausen (Äppler und Handkäs in einer Apfelweinwirtschaft)
  4. Nachmittag: Main Tower (Aussicht) → Eiserner Steg
  5. Abend: Bahnhofsviertel (überraschend: beste Restaurants der Stadt)

Bei Regen #

  • Städel Museum (halber Tag)
  • Deutsches Filmmuseum
  • Senckenberg Naturmuseum (Dinosaurier, Kinder lieben es)
  • Palmengarten Gewächshäuser

Kleines Budget (kostenlos) #

  • Römer + Neü Altstadt (kostenlos)
  • Eiserner Steg (bester Skyline-Blick)
  • Paulskirche (kostenlos)
  • Mainufer-Spaziergang
  • Kleinmarkthalle (Atmosphäre kostenlos, Essen günstig)

Anreise #

Frankfurt Hauptbahnhof ist der grösste Fernbahnhof Deutschlands. Flughafen Frankfurt ist der grösste Deutschlands, Fernbahnhof direkt am Terminal.

Beste Reisezeit #

Frühling (April/Mai) für den Palmengarten. August für das Museumsuferfest (grösstes Kulturfest Deutschlands, 3 Mio. Besucher). Dezember für den Weihnachtsmarkt am Römer.

Häufig gestellte Fragen #

Ist Frankfurt langweilig? Nein — aber Frankfurt offenbart sich nicht sofort. Man muss die richtigen Viertel kennen: Bahnhofsviertel (Multikulti-Gastronomie), Sachsenhausen (Apfelwein), Nordend (Cafes).

Was ist Äppler? Apfelwein — Frankfurts Nationalgetränk. Wird im Bembel (Steinkrug) serviert und im Gerippten (Glas mit Rautenmuster) getrunken. Am authentischsten in Sachsenhausen.